Rückblick Jubiläumskonzert
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Die „Liederlust Ohmden" feierte mit Freunden das einhundertjährige Vereinsbestehen

Unter dem Motto „Geburtstagsklänge" hatte die „Liederlust Ohmden" zum Jubiläumskonzert eingeladen und alle, alle kamen. Mit von der Partie waren außer dem Jubiläumschor der Jugendchor der Liederlust Ohmden, die „Voice Boys Spezial" und das „Junge Vocalensemble Kirchheim". Unter der musikalischen Gesamtleitung von Bertram Schattel boten sie den Gästen ein abwechslungsreiches Programm von hoher Qualität.

Young SingersEs war dunkel im Saal, am Klavier erklang eine einleitende Melodie, als sich der Jugendchor mit brennenden Kerzen durch die Halle auf die Bühne bewegte und dort mit „Eternal flame" das Geburtstagsfest eröffnete. Mit ihrem Song „Abenteuerland" forderten sie die Gäste auf, den Alltag hinter sich zu lassen und ein Abenteuer zu wagen. Ganz „in" wurden sie mit „Amadeo", untermalt durch Lichteffekte und moderne Choreografie. Sandra Geißelhart, die Chorleiterin des jungen Chores, hatte die Stücke einstudiert, am Klavier begleitete Tobias Fischer.



Hans HerzingerAuf der Nebenbühne, ganz idyllisch auf einem Bänkchen unter Birkenzweigen sitzend, an denen der Frühling schon zartes Grün gezaubert hatte, meldete sich nun der 100-jährige Jubilar. Hans Herzinger war in die Rolle des Geburtstagskindes Ohmdener „Liederlust" geschlüpft und „schwätzte" von früher, von den Festen in der „Krone" und von gemeinsamen Sängerauftritten. Danach wurde er wieder zum Moderator, der die Gäste begrüßte und unterhaltend und souverän durch das Programm führte.

 

 

Gemischter ChorMit drei Chorvorträgen aus dem Bereich geistlicher Musik stellte sich der Gemischte Chor der Liederlust Ohmden vor. Im Gegensatz zu vielen anderen Gemischten Chören scheint man das Wort „Nachwuchsmangel" in Ohmden nicht zu kennen. Quer durch die Generationen machen ungefähr 50 Sängerinnen und Sänger den Chor aus, wobei auffällt, dass verhältnismäßig viel männliche Mitglieder dabei sind. Sicherlich ist das auch Bertram Schattel zu verdanken, der es versteht, Jung und Alt zu begeistern.





Voice Boys SpezialDies zeigte sich auch bei „Voice Boys Spezial", einem Knabenchor mit musikalischen Jungs zwischen neun und 13 Jahren, der nun das Programm auflockerte. Sie erheiterten ihre Zuhörer mit einem Ausschnitt aus dem Singspiel „Die drei Kater" von Andreas Hantke. Bei der humorvollen Kantate von Georg Philipp Telemann übernahm Philip Eick überzeugend die Rolle des Schulmeisters, der auf verschiedene Arten versucht, seinen Jungs die Freude am Singen näher zu bringen. Viel Beifall war ihnen sicher. Begleitet wurden die jungen Sänger wie auch der Gemischte Chor von Ella Stückelmaier.


Abwechslungsreichtum prägte nicht nur die musikalische Bandbreite, sondern auch die Darbietungsformen. So sang der Gemischte Chor „I hab a schees Häusle" nach einem Arrangement von Bertram Schattel mit großer Leichtigkeit und Freude. Bei den beiden klassischen Stücken „Am Brunnen vor dem Tore" und „Wach auf mein's Herzens Schöne" konnten die Zuhörer die harmonischen Klänge genießen.

Ein besonderes Schmankerl wurde den Gästen in estnischer Sprache dargeboten mit dem Lied des estnischen Komponisten Urmas Sisask „Püha, püha, püha on Issand".

Junges VocalensembleMit dem Auftritt des „Jungen Vokalensembles Kirchheim" erwartete die Konzertbesucher ein spezielles Highlight. Dieses Ensemble ist als Elitechor der Chorabteilung der Musikschule Kirchheim zu verstehen. Ausgewählte Kinder und Jugendliche erarbeiten dort anspruchsvolle Chorliteratur aller Stilrichtungen. Die Mehrzahl der jungen Mitglieder hat Stimmbildung und Gesangsunterricht.

Beginnend mit einem eher klassischen Vortragsblock „Abendlied" von Josef Rheinberger faszinierten sie ihr Publikum mit „Thyrsis", „Oh Mädchen oh komm" und „Viva la musica". Aus der Kategorie Jazz und Spiritual stammten die nächsten Chorvorträge „God bless the child", „Java Jiv" und „Ezekiel Saw the Wheel". Mit ihrem fast professionellen Gesang begeisterten sie die Konzertbesucher.


Der Gemischte Chor wagte sich an ein Musical und führte seine Gäste mit vier bekannten Hits in die Welt der „Mary Poppins", hervorragend begleitet am Klavier von Ella Stückelmeier und dann kam das Finale: Das Vokalensemble mischte sich unter den Jubiläumschor und gemeinsam trugen sie den sehr rhythmischen indianischen Kanon „Kuwate leno leno mahote", und den hebräischen Kanon „Hashivenu, hashivenu, daonai elecha" vor.

Zwei südafrikanische Gospelsongs beendeten den offiziellen Teil des Programms. Dann gab es als Zugabe den letzten Höhepunkt des Abends. Mit dem Schlager „Noah" begeisterten der Chor und Bertram Schattel als Solist die Jubiläumsgäste und überzeugten die Gäste, dass Singen im Chor viel Freude bringen kann.