| Konzert Film- und Musicalmelodien 3. und 4. Juli |
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Katzenmusik und ein Löffel Zucker Liederlust Ohmden präsentiert mit Grundschulkindern Lieder aus Film und Musical Peter Dietrich
Die Trommeln, mit denen die Vorschulkinder unter dem Motto „Am Anfang war der Rhythmus" die beiden von der CD eingespielten Lieder begleiteten, waren selbst gebaut. Selbstbewusst unterstrichen die Kinder mit diesen die im zweiten Lied besungenen Forderungen - dass Kinder auch etwas zu sagen haben und das es unter anderem Zeit wird, dass der Schulhof endlich schöner wird. Damit jeder junge Trommler einmal drankam, durften am Freitag- und Samstagabend jeweils andere Kinder auf die Bühne.
Es kommt, wie es kommt, beschreibt ein Sprichwort die Unvorhersehbarkeit
der Zukunft, auf Spanisch heißt das qué será, será. Auf das gleichnamige Lied
aus dem Hitchcock-Thriller „Der Mann, der zu viel wusste" folgte Louis
Armstrongs „What a wonderful world". Ein Lied für die Krise, das in den USA in
den schwierigen 1960er-Jahren an die Schönheit der Natur erinnerte und auch
heute wieder gut passt. Es folgte der Gospel „I will follow him" aus dem Film
„Sister Act" - bei dessen Solo Dirigent Bertram Schattel allerdings nicht an
die unvergleichliche Ausstrahlung von Whoopi Goldberg herankam.
Als für fetzige zwei Lieder aus „Pippi Langstrumpf" und das „Probier's mal mit Gemütlichkeit" aus dem Dschungelbuch rund 50 Ohmdener Grundschulkinder auf die Bühne kamen, trat die Liederlust bescheiden in den optischen und musikalischen Hintergrund. Die Chorsätze der drei Lieder hatte Schattel selbst arrangiert.
Das „Löffelchen voll Zucker", das die
bittere Medizin versüßt, stammt genauso aus dem Film über das merkwürdige
Kindermädchen „Mary Poppins" wie „Chim Chim Cheree". Diese beiden und noch
einige weitere Klassiker des mit fünf Oscars ausgezeichneten Films, der
Jahrzehnte später zum Vorbild für ein Musical wurde, waren in deutscher Sprache
gesungen im letzten Block zu hören. Danach gab es noch keinen Grund zum nach Hause gehen. Zum einen sorgten die Eltern der Grundschulkinder für Speisen und Getränke. Zum anderen brachten am Freitag als Nachgruppe die drei Musikschüler Andreas Dittinger am Klavier, Dominik Müller am Schlagzeug und Dario Schattel am Bass herrlich leichtfüßigen Jazz zu Gehör. Am Samstag war zum Ausklang die Jesinger Schulband an der Reihe.
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Zu einem guten Konzert gehört eine Vorgruppe, die das
Publikum aufwärmt. Bei den beiden Konzerten der Liederlust Ohmden in der
Ohmdener Gemeindehalle übernahmen die Vorschulkinder des örtlichen
Kindergartens diese Aufgabe. Ihre eingängigen Film- und Musicalmelodien trug
die Liederlust dann zum Teil gemeinsam mit Kindern der Grundschule vor.
Anschließend begrüßte die Liederlust Ohmden die Besucher in
der gut gefüllten Gemeindehalle mit einem gesungenen „Herzlich willkommen" und
einem kurzen Kanon. Dann führte Moderator Hans Herzinger kompetent in die
ersten Liedtitel aus Film und Musical ein.
Davon abgesehen kann man Schattel nur loben: Er hatte
seinen Chor gut im Griff, verband Konzentration mit Lockerheit und bewies einen
sehr guten Draht zu den Kindern. Sein Chor überzeugte durch ein harmonisches,
schön geschlossenes Klangbild und präzise Einsätze. Die Sopranlastigkeit vieler
anderer Chöre war ihm fremd, sowohl der Alt als auch die Männer waren bei den
insgesamt etwa 60 Stimmen sehr gut vertreten.
Auf „Gabrielas Lied" und „Lenas Lied" aus dem Film „Wie im
Himmel" folgte echte Katzenmusik - das berühmte „Memory" aus Andrew Lloyd
Webbers Musical „Cats", in dem die Katzen von ihren ach so schönen Treffpunkten
singen. Webber war, wie sollte es beim Thema „Film und Musical" anders sein,
danach gleich nochmals vertreten, mit einem Lied aus seinem „Phantom der Oper".
Bei „All I ask of you", dem zweiten Stück aus diesem
Musical, kamen zwei viel versprechende Nachwuchstalente aus der Musikschule
Kirchheim zum Zuge. Natalie und Raphael Beck, Geschwister und elf und 19 Jahre jung,
glänzten beim Duett nicht nur mit außergewöhnlich schönen Stimmen, sondern auch
mit authentischer englischer Aussprache.
Wie alle anderen Stücke des Konzerts wurden
sie von Ella Flemmer am Klavier routiniert begleitet. Für die Zugabe hatte sich
Schattel das wider Erwarten gar nicht so einfach einzustudierende „Thank you
for the music" von Abba ausgesucht.